Freistunde #39 – 13 Reasons Why

FreistundeEpisode39

Ach, was hat uns die Serie „13 Reasons Why“ mitgenommen! Die war so emotional und ergreifend, dass wir nochmal über sie sprechen mussten und ihr somit eine komplette Freistunde widmen. Diesmal mit Gastbeiträgen und gaaaanz viel Feingefühl und Menschlichkeit. Also genießt sie. Die neue Freistunde Folge 39.


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Timestamps:
00:00:00 Intro und Begrüßung
00:05:00 Gewinnspiel
00:33:00 Freistunde Konsumbericht
00:35:00 Legion FX
00:50:30 Lego Dimensions
00:57:00 American Gods
01:11:00 Main Topic: 13 Reasons Why
Mit Gastbeiträgen:
Tony von www.podmate.de
Leech von www.ctrlaltregeek.de
Lara von www.daslebenalsauslandschweizerin.de und
Diamantencop von www.zumdiamantencop.wordpress.com
02:39:00 BgdRdW (Heute: Supercop)

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3 Gedanken zu “Freistunde #39 – 13 Reasons Why

  1. Pingback: Freistunde #39 – 13 Reasons Why | Podmate.de

  2. „Gott sei Dank“ wird nicht über Suizid berichtet? Ehrlich? Da bin ich ganz anderer Meinung. Ich bin der Meinung, dass gerade die Tabuisierung das Themas noch problematischer macht.
    Gerade deshalb finde ich „13 reasons why“ großartig! Sie greift das Thema auf, hält volle Suppe drauf und schüttelt einen komplett durch. So dass man, obwohl man (jedenfalls ich) sich noch nie wirklich mit der Thematik auseinander gesetzt hat, lange darüber nachdenkt.

    Ich finde, dass die Serie an Eltern empfohlen werden sollte und auch Thema an Schulen sein sollte. Mich würde interessieren, ob du (Martin) vor hast, das Thema in deiner Schule/ in deinen Klassen anzusprechen. Denn ich glaube, dass gerade das viel bringen würde. Ich hoffe nicht, dass es an Schulen wirklich so zugeht, aber ganz klar ist natürlich Mobbing ein Thema. Wenn man aber als Elternteil oder Schwester/ Bruder, Freundin, Lehrer etwas dafür tun kann, um Anderen Komfort und ein bisschen mehr Sicherheit zu spenden, wäre das doch schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

    Die Serie brachte mir – trotz aller Brutalität und Verzweiflung und Tränen (und dem ganzen Programm) – Hoffnung. Hoffnung darauf, dass Schikanen und Mobbing und das „nicht-aufeinander-achten“ bald aufhört und das wir mehr aufeinander zugehen und uns gegenseitig helfen. Ich hoffe, die Zuschauer lernen daraus, einander mehr zu respektieren. Jugendlichen muss besser beigebracht werden, wie man respektvoll und nachsichtig und fair mit seinen Mitmenschen umgeht. Und das fängt bei jedem einzelnen an, bei uns. So wie ihr es auch mit den kleinen Gesten bereits gemacht habt.

    Daher bin ich auch überhaupt nicht der Meinung, dass die Serie Jugendliche dazu motiviert, Suizid zu begehen oder Suizid zu begehen, um famous zu werden oder sich zu rächen. Ich hatte die Diskussion auch mit Freunden nachdem wir die Serie geschaut haben. Ich hoffe, dass die Serie denjenigen, die Probleme haben und über Suizid nachdenken, ein Umdenken vermittelt und von dieser letzten schrecklichen Instanz wegführen kann. Denn ich finde absolut nicht, dass die Serie, den Akt des Suizid glorifiziert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder, der die Serie sieht, wie ihr, körperlich auf diese Szene reagiert und nicht im geringsten denkt, wie „leicht“ und simpel das ist. Mir tat alles weh danach, mir war schlecht, ich war am Boden zerstört. So weh wie es getan hat, nur dabei zuzuschauen, umso mehr „mag“ ich die Szene, da sie gnadenlos ist (das gleiche übrigens mit der Vergewaltigungsszene von Hannah, die einfach nicht aufhören wollte!) und die Realität abbildet.

    Ich weiß nicht, wie sehr diese Bilder Einfluss darauf haben werden, dass sich mehr Menschen umbringen (Gott bewahre), aber ich kann es mir nicht vorstellen. Ich hoffe, dass die Serie Betroffenen die Kraft gibt, sich doch Anderen anzuvertrauen (z.B. den Eltern, oder auch einer aussenstehenden Person, einer Hilfehotline und dergleichen). UND ich hoffe, dass auch Schulen daraus Konsequenzen ziehen und das System der Vertrauenslehrer (die zu meiner Zeit, Abi 2004, so gut wie gar nicht existierten oder wenn dann nur auf dem Papier) ausbaut.

    Oh man, jetzt habe ich schon so viel geschrieben… Aber die Serie nimmt einen einfach so sehr mit, dass man ewig darüber sprechen könnte.

    Ich möchte aber gern noch was zur Serie an sich sagen. Ich stimme Leech zu, wenn er sagt, dass die Charaktere toll ausgearbeitet sind. Auch finde ich nicht, dass sie so klischeehaft sind. Klar gibt es schon typische Charaktere, aber diesmal mit so viel mehr Profil. Wie auch ihr gesagt habt, besitzt jeder Charakter auch eine schwache Seite. Ich finde es erstaunlich, wie die Produzenten z.B. geschafft haben, dass ich sogar 2 Sekunden lang mit Brice mitgefühlt habe, den ich ansonsten absolut auf den Tod verabscheut habe (*pfui*). Ich spreche von der Szene, in der Brice Justin anruft, nach der Eskalation, als Justin Jessica offenbart hat, dass Brice sie vergewaltigt hat. Er ist (so sieht es jedenfalls aus) ehrlich verzweifelt und verstört (dieser manipulative, narzistische Bastard) und möchte seinen Freund Justin nicht verlieren und sagt, dass er ihn liebt (also als Freund). Die Szene fand ich fantastisch. Er tat mir fast leid, der Arsch 😉 But again, toll gemacht und wahnsinnig gute Charakterbildung.

    Die schauspielerische Leistung von Justin Prentice (Brice) ist Wahnsinn. Ich weiß nicht, ob es Martin oder Benny angesprochen hat, aber auch mich hat das „Beyond the Reasons“ Special wieder in die Realität zurück geholt, als ich Justin Prentice im Interview sah und dachte „okay, es war nur gespielt“. Krass. Im ersten Augenblick hatte ich nur Hass und Ekel für diese Person übrig, aber dann wurde mir klar, dass ist nicht Brice, sondern nur der Schauspieler. Man man man…

    Ah ja, eine Sache noch bevor ich zum Ende komme. Ihr habt darüber gesprochen wie übertrieben die Serie zum Teil ist bzw. wie wahrscheinlich es ist, dass einer Person in so kurzer Zeit so viel Scheiße passieren kann. Zunächst ist es eine Serie bzw. ein Buch, in dem die Übertreibung schon immer ein Mittel zur Verdeutlichung war und ist. Sicher ist es sehr unwahrscheinlich, dass so etwas in diesem Ausmaß passiert (hoffentlich); hier wurden die einzelnen reasons genutzt, um die Unausweichlichkeit der Situation zu verdeutlichen und den Spannungsaufbau bis über die comfort zone hinaus auszureizen. Das würde ich der Serie oder dem Buch jedenfalls nicht negativ auslegen.

    Mein Fazit: Fantastische Serie, die deutliche Spuren hinterlässt und hoffentlich dazu beiträgt, dass an Schulen und im Privaten ein Umdenken geschieht, dass wir uns besser behandeln und dass das Thema Suizid nicht länger tabuisiert wird. Denn nur wenn man darüber spricht, kann man denjenigen, die sich verloren fühlen, Halt geben oder einen Ausweg anbieten.

    Großartige schauspielerische Leistung, geniale Musik, wunderschön aufgearbeitet, wichtiges Thema.

    Danke für diesen Podcast. Ich höre ihn erst seit kurzem, aber bin schon voll süchtig. Jeden Morgen und Nachmittag sitze ich eine Stunde im Zug, um an die Arbeit bzw. nach Hause zu fahren und ihr fahrt immer mit. 😉 Als Filmfreak weiß ich eure Referenzen und manchmal random eingeschmissenen Zitate zu schätzen. Sehr erfrischend zu hören, dass es noch andere Filmnerds gibt, die sich in Zitaten unterhalten bzw. Zitate zu geflügelten Worten machen.

    Also dann, ihr Zwei. Bis zum nächsten Mal.
    Annika

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